Klang der deutschen Kultur „auf Tournee“

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) machte Deutschland als kulturelles Reiseziel mit einer interaktiven Live-Show vom 6. bis 24. November in vier europäischen Metropolen bekannt.

  • © DZT/János Bakula

In Prag, Budapest, Belgrad und Wien organisierten die lokalen Auslandsvertretungen der DZT aufsehenerregende Veranstaltungen an öffentlichen Orten, die das Kulturland Deutschland einem kulturoffenen Publikum vorstellten. In Budapest machte die interaktive Orchestertour am 12. und 13. November auf dem Herzl Tivadar-Platz vor der Synagoge halt.

Auf der Pressekonferenz vor der Veranstaltung sagte Dr. Iván Róna, Direktor Tourismus beim Verband der jüdischen Gemeinden in Ungarn (MAZSIHISZ), dass man dem DZT-Event daher gerne eine Heimat bot, da man gute Beziehungen zur Organisation wie auch zu anderen deutschen Partnern, z.B. auch der deutschen Botschaft in Budapest pflege. „Es herrscht große Übereinstimmung in vielen Themen, und wir schätzen die positive Einstellung unserer Partner", fasste Róna zusammen. Miklós Czeiszing, Leiter des Budapester Büros der DZT, betonte: „Das Ziel der Roadshow ist es, dem Durchschnittsbürger die Kultur näher zu bringen, und zwar die deutsche Kultur. Schließlich ist Deutschland mit seinen über lange Tradition verfügenden klassischen Orchestern und über 60.000 Chören das Land der Musik und Kultur.“ In seiner Präsentation skizzierte Czeiszing, dass in diesem Jahr zwischen Januar und August insgesamt 534.368 ungarische Übernachtungen in Deutschland gemeldet wurden, was einer Zunahme um 4,3% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Dem Tourismusexperten zufolge sind 33% der ungarischen Reisen nach Deutschland Urlaubsreisen, 28% Geschäftsreisen sowie 39% Besuche der Angehörigen und Freunde oder andere private Reisen.

Im Anschluss an die Pressekonferenz hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, das berühmte Leipziger Gewandhausorchester vor der Synagoge „persönlich zu dirigieren“. Auf einer großen LED-Wand wurde ein dreiminütiges Orchestervideo mit Details zu Gustav Mahlers D-Dur-Sinfonie präsentiert. Der „Dirigent“ agierte in einem interaktiven Feld mit einer Dirigentenkanzel (Foto), das virtuelle Band reagierte mithilfe eines flexiblen Mediums auf die Bewegungen des Dirigenten, der die Aufführung beschleunigte oder verlangsamte. Die selbsternannten Dirigenten erhielten später ihren großen Auftritt als Video zugesandt.

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