Ungarn als europäisches Hub autonomer Fahrzeugentwicklung

Mithilfe der Teststrecke in Zalaegerszeg soll Ungarn als europäisches Hub der autonomen Fahrzeugentwicklung etabliert werden, hieß es auf einer Vortragsveranstaltung der DUIHK am 6. Dezember.

  • © Halász/DUIHK

Dort referierten zwei Experten des Teststreckenbetreibers Autóipari Próbapálya Zala Kft. – Geschäftsführer Dr. András Háry und Technischer Leiter Zoltán Hamar (Foto) – über den aktuellen Status und die technischen Inhalte des Projektes sowie die künftig dort verfügbaren Dienstleistungen. Háry erinnerte daran, dass die Regierung bereits Mai 2016 beschlossen hatte, ein Testgelände für Fahrzeuge zu errichten, „um zur Stärkung der heimischen Forschung und Entwicklung sowie zur Schaffung einer internationalen Testumgebung für selbstfahrende Fahrzeuge beizutragen.“ In Ungarn seien 700 im Automotive-Sektor tätige Unternehmen angesiedelt, bereits seit den 1980er Jahren laufen entsprechende F+E-Aktivitäten hier, zählte er als Standortargumente auf. Die insgesamt 140 Millionen Euro schwere Investition soll bis 2020 komplett fertig gestellt sein, so Háry.

Hamar ging danach auf die technischen Details und Dienstleistungen der Teststrecke ein: neben den eigentlichen Rundkursen gehören auch ein Innovations- und Forschungszentrum, Büroflächen und eine Smart City Zone – ein Teil-Nachbau einer Stadt mit entsprechender Straßeninfrastruktur – mit einem intelligenten Logistikpark und einem vollautomatischen Parkhaus dazu. Hierdurch wird das Testen von autonomen PKW- und LKW-Fahrten unter verschiedenen Verhältnissen und unterschiedlichen Umgebungen, sowie vom automatischen Parken möglich; ferner die entsprechenden Datenerhebungen und Simulationen mithilfe des dort zum Einsatz kommenden 5G-Netzes. Geplant sei, die Testfahrten irgendwann auch außerhalb der Teststrecke auf öffentliche Landstraßen sowie Autobahnen und sogar bis ins benachbarte Ausland zu verlegen, informierte Hamar. Bereits jetzt arbeite man eng mit den am Projekt beteiligten Hochschulen zusammen, aktuell seien etwa 50 Studenten als Praktikanten auf der Teststrecke tätig, schloss er.

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