Jan 19

DUIHK-Jahresauftakt

DUIHK-Initiativen zur Fachkräftesicherung in Ungarn

Praktische Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung mit Fachkräften in Ungarn sind das Schwerpunktthema der Deutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer in diesem Jahr. Dies gab DUIHK-Präsident Dale A. Martin auf der Jahresauftakt-Veranstaltung der Kammer bekannt. Der frühere deutsche Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt plädierte für die stärkere Einbeziehung von Frauen und älteren Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt.    

Im Rahmen ihrer Jahresauftaktveranstaltung stellte die DUIHK am 19. Januar vor rund 200 Gästen ihre wichtigsten Vorhaben für das neue Jahr vor. Nach dem Thema »Innovation« im vergangenen Jahr wird 2017 die Frage der Fachkräfteversorgung im Fokus der DUIHK-Aktivitäten stehen, sagte DUIHK-Präsident Dale A. Martin. Er betonte, dass dieses Thema nicht nur deutsche Unternehmen, sondern alle Firmen im Land betreffe.

Auch Prof. Dr. Dieter Hundt, viele Jahre Präsident des Bundesverbandes der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), selbst erfolgreicher Unternehmer, zudem Präsident der Deutschen Handelskammer in Österreich, ging ausführlich auf das Thema Fachkräftemangel ein. „Der Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften ist auch für die deutsche Wirtschaft eine ernste Herausforderung“, so Hundt. „Hier bedarf es deutlicher Anstrengungen der Unternehmen, aber auch der Politik, um durch eine Verbesserung der Ausbildung die Erhöhung des Beschäftigungsanteils von Frauen und älteren Arbeitnehmern sowie durch gezielte Zuwanderung von Spezialisten aus dem Ausland die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft langfristig zu sichern.“ Konkret schlug er vor, das Interesse von Frauen an den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik–Informatik–Naturwissenschaft–Technik) zu erhöhen. Ein Einwanderungsgesetz, das den Bedarf sowie erforderliche Sprachkenntnisse, Qualifikationen und Berufserfahrung von Interessenten von außerhalb der EU regelt, ist nach seiner Meinung eine weitere Voraussetzung zum Decken des künftigen Fachkräftebedarfes.

Unter den konkreten Projekten, die die DUIHK 2017 plant, hob Geschäftsführer Gabriel A. Brennauer u.a. das „Gütesiegel“ hervor, das eine Jury Unternehmen verleihen wird, die sich beispielhaft um ihre Mitarbeiter kümmern. Das Gütesiegel soll nicht nur Anerkennung sein, sondern kann den Firmen auch bei der Rekrutierung von Personal helfen, so Brennauer. Außerdem werden mehrere namhafte Unternehmen zusammen mit der Kammer in fünf Städten junge Mädchen – die „TechGirls“ – motivieren, sich für ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium zu entscheiden, da gerade in diesem Bereich ein eklatanter Nachwuchsmangel besteht.

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