Anna Éber
Geschäftsführerin Kärcher Hungária Kft.
Persönliche Kommunikation ist längst keine Selbstdarstellung mehr, sondern ein zentrales Instrument moderner Mitarbeiterführung, Bestandteil des Employer-Branding und in schwierigen Zeiten auch Orientierungshilfe für Mitarbeitende. Um diese Themen drehte sich Female Business Leader Konferenz am vergangenen Freitag.
Am 6. März 2026 veranstaltete die Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer (DUIHK) gemeinsam mit DialogUngarn anlässlich des internationalen Weltfrauentages zum vierten Mal die Female Business Leader Konferenz. Unter dem Motto Menschen verbinden – Unternehmen stärken diskutierten über 120 Vertreterinnen und Vertreter deutscher und ungarischer Unternehmen im Gebäude der UniCredit Bank in Budapest über die Rolle persönlicher Kommunikation für erfolgreiche Führung.
In einer zunehmend komplexen und dynamischen Wirtschaftswelt wird Kommunikation für Führungskräfte immer wichtiger – als Orientierung, als Vertrauensbasis und als strategisches Instrument. „Führung braucht heute mehr denn je mehr als nur Entscheidungen – sie braucht eine Stimme, die Vertrauen schafft, Menschen mitnimmt und die sagt, was sie meint und meint, was sie sagt“, betonte Barbara Zollmann, geschäftsführendes Vorstandmitglied der DUIHK, in ihrer Begrüßung.
In der heutigen Welt werden Führungskräfte damit zu einem „menschlichen Kompass“ für ihre Organisation, für Mitarbeitende, Kunden sowie Partner.
Persönliche Kommunikation als strategisches Führungsinstrument
Im ersten Panel stand die persönliche Kommunikation von Führungskräften im Mittelpunkt. Dr. Marie-Theres Thiell, Geschäftsführerin von DialogUngarn, hob hervor, dass Unternehmen zunehmend über Menschen wahrgenommen werden und weniger über Logos oder Produkte. „Persönliche Kommunikation ist keine Selbstdarstellung – sie ist ein strategisches Management-Tool. Sie ist die Stimme des Unternehmens“, lauteten ihre Worte dazu.
Wer mit seiner Kommunikation Wirkung erzielen möchte, muss sich zunächst klar positionieren: Wofür stehe ich als Führungskraft? Welche Themen vertrete ich? Erst sobald diese Fragen klar beantwortet werden können, ist eine authentische Kommunikation möglich.
Ein zentraler Faktor dabei ist das Storytelling. Persönliche Geschichten aus dem Unternehmensalltag verbinden Menschen innerhalb des Unternehmens und erzeugen darüber hinaus auch eine Verbindung nach außen.
Kommunikation und Arbeitgebermarke
Im zweiten Panel ging es um die Bedeutung persönlicher Kommunikation für die Arbeitgebermarke. Katalin Márton, Direktorin für Personalstrategie der Ungarischen Nationalbank (MNB), unterstrich, dass sich Arbeitgebermarken heute weniger über Kampagnen und Marketingbotschaften definieren, sondern viel mehr über das Verhalten und die Kommunikation von Führungskräften im Alltag. So sagte sie, dass wenn Führungskräfte nach außen etwas anderes kommunizieren, als sie im Unternehmen leben, die Arbeitgebermarke nicht funktioniere.
Die Diskussion machte ebenfalls deutlich, dass Mitarbeitende sich zunehmend an Menschen orientieren. Sie wollen wissen, für wen sie arbeiten, welche Werte Führungskräfte vertreten und wie diese im Alltag gelebt werden.
Digitale Kommunikation und soziale Medien können dabei eine wichtige Rolle spielen, etwa um Einblicke in den Unternehmensalltag zu geben oder gewisse Themen sichtbar zu machen. Gleichzeitig betonten die Panelteilnehmenden, dass digitale Kanäle persönliche Begegnung und gelebte Führung nicht ersetzen können. Entscheidend bleibt die Glaubwürdigkeit: Nur wenn Kommunikation und tatsächliches Handeln übereinstimmen, entsteht Vertrauen – intern wie extern.
Krisenkommunikation als Führungsaufgabe
Der dritte Teil der Konferenz widmete sich der Rolle von Kommunikation in Krisenzeiten, denn gerade in Phasen von Unsicherheit, Veränderung oder wirtschaftlichem Druck wird Kommunikation zur zentralen Führungsaufgabe.
Die Panelisten betonten, dass Mitarbeitende in solchen Situationen besonders stark nach Orientierung suchen. So betonte Ingrid Drechsel, Geschäftsführerin von SUCCESS 21, dass in der Krise Authentizität, Transparenz und emotionale Intelligenz von großer Bedeutung seien. Führungskräfte müssen in solchen Zeiten Orientierung geben und offen kommunizieren, auch wenn nicht alle Antworten sofort feststehen.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass erfolgreiche Krisenkommunikation nicht erst im Ernstfall beginnt. Das Vertrauen, auf dem sie aufbaut, entsteht bereits in stabilen Zeiten – durch kontinuierlichen Dialog, klare Werte und authentische Führung. Unternehmen, die diese Vertrauensbasis früh schaffen, sind besser darauf vorbereitet, auch schwierige Situationen gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden zu bewältigen.
Mit der Female Business Leader Conference setzt die Initiative women@duihk ein klares Zeichen für moderne Führung, Dialog und die Bedeutung persönlicher Kommunikation in einer zunehmend digitalen und komplexen Wirtschaft.
Programm:
08:00 Ankunft, Registrierung
09:00 Begrüßung
09:15 Panel 1: Persönliche Kommunikation als Unternehmensstimme
Panelisten:
10:15 Panel 2: Persönliche Kommunikation als Arbeitgebermarke / Személyes kommunikáció mint munkáltatói védjegy
Panelisten:
11:15 Kaffeepause
11:45 Panel 3: Persönliche Kommunikation in der Krise
Panelisten:
12:45: Schlusswort – Barbara Zollmann
12:55: Networking & Mittagessen auf der Dachterrasse der UniCredit Bank Hungary Zrt., mit Balázs Tóth, Generaldirektor, und Balázs Toldi, Divisionsleiter.
Sprache: Deutsch und Ungarisch mit Simultanübersetzung
Online stream: Es besteht die Möglichkeit, die Veranstaltung digital zu verfolgen (mit Übersetzung). Der Zugangslink wird Ihnen unmittelbar vor der Veranstaltung zugeschickt.
06.03.2026 - 09:00-14:00 Uhr
UniCredit Bank Hungary Zrt.
Szabadság tér 5-6.
1054 Budapest
Ungarn
Deutsch, Ungarisch mit Übersetzung
Die Veranstaltung ist kostenlos, aber eine Registrierung ist erforderlich.
Sollten Sie nach der Anmeldung doch nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen können, teilen Sie uns dies bitte bis spätestens 2. März schriftlich mit, damit andere Interessenten die Möglichkeit haben, sich zu registrieren. Stornierungen, die nach Ablauf dieser Frist eingehen, können wir leider nicht mehr berücksichtigen. Bei Nichterscheinen (No-Show) wird eine Gebühr in Höhe von 15.000 HUF + MwSt. berechnet. Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Geschäftsführerin Kärcher Hungária Kft.
Geschäftsführende Gesellschafterin Alfred Kaut GmbH & Co. und CEO Kaut Gruppe, Wuppertal
Geschäftsführer CLAAS Hungária Kft.
Geschäftsführerin Dialog Ungarn
Direktorin für Humanstrategie Magyar Nemzeti Bank
Geschäftsführer Vahlderix Consulting Kft.
Geschäftsführer Harro Höfliger Kft.
Geschäftsführerin SZPH Consulting Kft.
Senior Partner SUCCESS 21
Managing Director, Head of AI AUMOVIO Autonomous Mobility
Leiter Kommunikation SPAR Magyarország Kereskedelmi Kft.
Geschäftsführerin, DUIHK