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DIHK Konjunkturbericht Deutschland zum Jahresbeginn 2026: Zwischen Hoffnung und Handlungsbedarf

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Die Deutsche Industrie- und Handelskammer hat ihre Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2026 veröffentlicht. Das Ergebnis: Die Stimmung in den Unternehmen hellt sich nur leicht auf – die DIHK rechnet für 2026 weiterhin lediglich mit rund einem Prozent Wachstum.

Arbeiter in Industriehalle
clipdealer.de/Gorodenkoff

Die aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn 2026 macht deutlich: Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich nur mühsam aus ihrer anhaltenden Schwächephase heraus. An der bundesweiten Befragung beteiligten sich rund 26.000 Unternehmen aus allen Branchen und Regionen. Gegenüber dem Herbst 2025 verbessert sich die Geschäftslage zwar leicht, doch die Aufhellung bleibt verhalten und spiegelt noch keine breite Dynamik wider. Auch der Blick nach vorn ist eher von Zurückhaltung geprägt. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet die DIHK mit einem Wirtschaftswachstum von rund einem Prozent – ein moderates Plus, das eher eine Stabilisierung als einen kraftvollen Aufschwung signalisiert.

 

Die Erwartungen der Unternehmen bleiben insgesamt vorsichtig. Zwar stabilisieren sich die Exportaussichten und einzelne Branchen berichten von etwas besseren Impulsen aus dem Auslandsgeschäft, doch im Inland fehlt es weiterhin an spürbarer Nachfrage. Investitionen erfolgen vielfach nur zur Modernisierung oder zum Ersatz bestehender Anlagen; Erweiterungs- und Innovationsprojekte werden dagegen häufig verschoben. Die anhaltend hohen Arbeits- und Energiekosten sowie unsichere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen bremsen die Investitionsbereitschaft zusätzlich.

 

Auch am Arbeitsmarkt zeigt sich die angespannte Lage: Lediglich rund 12 Prozent der Betriebe planen einen Personalaufbau, während etwa 23 Prozent mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen rechnen. Damit bleibt die Beschäftigungsdynamik gedämpft und trägt kaum zu zusätzlichen Wachstumsimpulsen bei.

 

Insgesamt zeichnet sich ein Bild vorsichtiger Stabilisierung auf niedrigem Niveau ab. Die konjunkturelle Talsohle scheint zwar erreicht, doch für einen nachhaltigen und breit getragenen Aufschwung fehlen bislang klare Impulse. Ohne strukturelle Reformen, spürbaren Bürokratieabbau und verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen dürfte die wirtschaftliche Erholung auch 2026 nur langsam und schrittweise vorankommen.

 

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