Unterstützung in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten
DUIHK stimmt Mitglieder auf neues Jahr ein
2026 kann wirtschaftlich eine Trendwende sowohl für Ungarn als auch für Deutschland bringen, doch dafür bedarf es auch entsprechender Rahmenbedingungen durch die Wirtschaftspolitik. Dies war vielleicht der rote Faden, der sich durch die hochkarätigen Vorträge beim Jahresauftakt 2026 der DUIHK am Donnerstag zog. Über 250 Vertreter von Mitgliedsunternehmen und Partnern waren zum zehnten Mal gekommen, um von Top-Referenten einen wirtschaftlichen Ausblick für das neue Jahr zu erhalten. Die Kammer selbst will dazu 2026 durch marktorientierte Dienstleistungen für die Unternehmen beitragen, und zählt zugleich auf die Synergien und die wirtschaftliche Kraft ihrer rund 900 Mitglieder.
DUIHK-Präsident Róbert Keszte rechnet für 2026 mit einem „vorsichtigen Wachstum“. Die wichtigsten Herausforderungen seien in beiden Ländern die Stärkung von Industrie und Technologie, die Energieversorgung und Nachhaltigkeit, und der Bereich Arbeitskräfte und Qualifizierung – sowohl für die Unternehmen als auch für die Wirtschaftspolitik. Diese Themen zogen sich auch durch die spannenden Vorträge der Gastredner.
Veronika Grimm als Mitglied der „Fünf Wirtschaftsweisen“ in Deutschland und István Madár, Chefanalyst eines der wichtigsten Wirtschaftsportale in Ungarn beleuchteten aus deutscher und ungarischer Sicht die zyklischen, also eher kurzfristigen, wie auch die strukturellen – also langfristigen ‒ Aufgaben für die Wirtschaftspolitik. Kurzfristig rechnen beide wie auch DUIHK-Präsident mit einem bescheidenen Wachstumsaufschwung. Langfristig aber seien – gerade in Europa ‒ Innovation, Deregulierung und eine pragmatische Sicht auf die Partnerwahl in der internationalen Zusammenarbeit essentiel für beide Volkswirtschaften.