Wenn von Künstlicher Intelligenz die Rede ist, denken viele zunächst an ChatGPT. Dieses Werkzeug markierte zweifellos einen technologischen Durchbruch. Doch die Welt der KI ist inzwischen weitaus vielfältiger: Neben generativen Modellen haben sich autonome KI-Agenten sowie No-Code-Workflows etabliert, mit denen sich komplexe Geschäftsprozesse automatisieren lassen.
Gemeinsam sind diese Technologien längst mehr als reine Assistenzsysteme. Sie schaffen neue Geschäftsmodelle und verändern die Arbeitsweise von Unternehmen grundlegend.
Organisationen, die KI frühzeitig und strategisch in ihre Unternehmensprozesse integrieren, können sich entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern: schnellere Entscheidungen, optimierte Kostenstrukturen, neue Umsatzpotenziale und eine höhere Kundenzufriedenheit. Wer hingegen abwartet, geht ein nicht unerhebliches Risiko ein – nicht nur, weil sich die technologische Entwicklung rasant beschleunigt, sondern auch, weil Marktanteile verloren gehen können.
Für wen ist die Qualifizierung geeignet?
Die 64-stündige AI-Manager-Qualifizierung umfasst acht Präsenztage – sieben Fachmodule sowie einen Abschluss- und Projekttag – und richtet sich an Geschäftsführer, Vorstände, Führungskräfte auf oberer und mittlerer Ebene, Bereichsleiter sowie HR-Verantwortliche.
Das Programm vermittelt keine Programmierkenntnisse, sondern befähigt Führungskräfte, fundierte strategische Entscheidungen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz zu treffen. Sämtliche Inhalte werden durch praxisorientierte Übungen ergänzt.
Während der Qualifizierung werden Sie
- die Funktionsweise, den aktuellen Entwicklungsstand und die zukünftigen Perspektiven der Künstlichen Intelligenz – bis hin zum Zeitalter agentischer KI – aus strategischer Managementperspektive verstehen;
- die wichtigsten KI-Werkzeuge selbst praktisch anwenden, darunter ChatGPT, Claude, Microsoft 365 Copilot, Gemini, multimodale und bildgenerierende KI-Systeme, Google Teachable Machine sowie die Automatisierungsplattformen make.com und n8n;
- den KI-Reifegrad Ihres Unternehmens analysieren, Prozesse mit dem größten Geschäftspotenzial identifizieren und die organisatorischen, technologischen sowie wirtschaftlichen Voraussetzungen einer erfolgreichen Einführung bewerten;
- Schritt für Schritt Ihren eigenen KI-Einführungsplan entwickeln – von der Reifegradanalyse über die Auswahl eines geeigneten Geschäftsprozesses bis hin zur KI-Strategie, dem Agenten-Konzept und dem Workflow-Design als Grundlage für das Abschlussprojekt.
Ein Ergebnis nach jedem Modul
Ein besonderes Merkmal dieser Qualifizierung besteht darin, dass Sie nach jedem Modul ein unmittelbar nutzbares Ergebnis erhalten, das auf Ihr eigenes Unternehmen zugeschnitten ist. Am Ende des Programms präsentieren Sie ein vollständig ausgearbeitetes KI-Einführungsprojekt, das unmittelbar in der Praxis umgesetzt werden kann.
Dauer und Aufbau der Qualifizierung
Die Qualifizierung umfasst acht Präsenztage mit insgesamt 64 Unterrichtsstunden (sieben Fachmodule sowie einen Prüfungs- und Projekttag).
Zusätzlich sollten rund 25 Stunden Selbststudium eingeplant werden. Die praxisorientierten Aufgaben zwischen den Modulen bauen systematisch aufeinander auf und führen Schritt für Schritt zum abschließenden Praxisprojekt.
Modulthemen:
Modul 1 – Einführung in die strategische und wirtschaftliche Bedeutung der Künstlichen Intelligenz - 22. Okt.
Zu Beginn schaffen wir ein gemeinsames Fundament: Was ist Künstliche Intelligenz – und was nicht? Warum hat sich diese Technologie gerade jetzt so rasant entwickelt und wo steht sie heute? Von modernen Reasoning-Modellen bis hin zu agentischer KI im Unternehmenseinsatz erhalten die Teilnehmer einen fundierten Überblick über den aktuellen Entwicklungsstand.
Darüber hinaus betrachten wir das internationale sowie das ungarische KI-Ökosystem. Anschließend testen die Teilnehmer unter fachlicher Anleitung ihren ersten KI-Assistenten anhand typischer Managementaufgaben in einer Live-Umgebung.
Zum Abschluss des Moduls startet jeder Teilnehmer sein persönliches KI-Monitoring für das eigene Unternehmen – den ersten Baustein des Projektvorhabens, das während der gesamten Qualifizierung kontinuierlich weiterentwickelt wird.
Modul 2 – Grundlagen der Künstlichen Intelligenz und praktische Anwendungen - 29. Okt.
Wir werfen einen Blick unter die Haube: Wie lernt eine Maschine?
Aus der Perspektive von Führungskräften vermitteln wir die Grundlagen des Machine Learning, Deep Learning und der Large Language Models. Dabei erläutern wir unter anderem, weshalb KI-Systeme sogenannte „Halluzinationen“ erzeugen und welche geschäftlichen Risiken daraus entstehen können.
Am Nachmittag trainieren alle Teilnehmer mit der Google Teachable Machine ihr eigenes Bilderkennungsmodell und erleben anhand praktischer Experimente die wichtigste Erkenntnis des Tages: Ein KI-Modell ist nur so gut wie die Daten, auf denen es basiert.
Die Teilnehmer entwickeln ein sachlich fundiertes Verständnis dafür, wann der Einsatz von KI sinnvoll ist – und wann klassische Softwarelösungen die bessere Wahl darstellen.
Modul 3 – Künstliche Intelligenz in der Unternehmenspraxis - 5. Nov.
Der Fokus richtet sich nun auf das eigene Unternehmen.
Wir behandeln die Voraussetzungen einer erfolgreichen KI-Einführung, analysieren verschiedene Reifegrade der KI-Transformation und betrachten praxisnahe Anwendungsfälle – von Marketing und Vertrieb über Personalwesen bis hin zu Finanzen und Controlling.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Microsoft 365 Copilot, einer der wichtigsten KI-Lösungen für den professionellen Unternehmenseinsatz.
Mit Unterstützung moderner KI-Werkzeuge erstellen die Teilnehmer eine KI-Landkarte ihres Unternehmens sowie eine individuelle KI-Reifegradanalyse.
Abgerundet wird das Modul durch die Grundlagen einer verantwortungsvollen KI-Nutzung sowie die Anforderungen des EU AI Act und deren praktische Umsetzung im Unternehmensalltag.
Praxisaufgabe: Durchführung einer KI-Reifegradanalyse des eigenen Unternehmens einschließlich konkreter Handlungsempfehlungen
Modul 4 – Generative KI in der Praxis - 12. Nov.
Dieses Modul vermittelt ein tiefgehendes Verständnis generativer KI und deren professionellen Einsatz im Unternehmensumfeld.
Schwerpunkte sind unter anderem:
• Prompt Engineering
• Text-, Bild-, Audio- und Videogenerierung
• multimodale Anwendungen
• effiziente KI-gestützte Arbeitsabläufe
Nach Live-Demonstrationen verschiedener Werkzeuge entwickeln die Teilnehmer in Teams eine kleine Marketingkampagne.
Zum Abschluss wählt jede Person den konkreten Geschäftsprozess aus dem eigenen Unternehmen aus, der im weiteren Verlauf der Qualifizierung bis zum Abschlussprojekt mithilfe von KI optimiert wird.
Modul 5 – Einführung von KI im Unternehmen - 19. Nov.
In diesem Modul erhalten die Teilnehmer einen strukturierten Leitfaden für die erfolgreiche Einführung von KI im Unternehmen.
Behandelt werden unter anderem:
• Entwicklung strategischer Zielsetzungen
• Auswahl geeigneter KI-Lösungen
• Prompting, Retrieval-Augmented Generation (RAG) und Fine-Tuning aus
Managementperspektive
• Make-or-Buy-Entscheidungen
• Risikoanalyse und Governance
Nach einer gemeinsamen Hands-on-Session entwickelt jeder Teilnehmer eine individuelle Einführungsstrategie für den zuvor ausgewählten Geschäftsprozess. Diese bildet den Kern des späteren Abschlussprojekts.
Modul 6 – Von KI zu KI-Agenten - 26. Nov.
In diesem Modul lernen die Teilnehmer die nächste Evolutionsstufe der Künstlichen Intelligenz kennen: den Übergang von intelligenten Werkzeugen zu autonom handelnden KI-Agenten.
Im Mittelpunkt stehen der Aufbau agentischer KI-Systeme sowie die Rolle des Model Context Protocol (MCP) als Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen KI-Modellen, Werkzeugen und Unternehmenssystemen. Dabei betrachten wir das Thema konsequent aus Managementperspektive – mit besonderem Fokus auf das Human-in-the-Loop-Prinzip, das die verantwortungsvolle Einbindung des Menschen in automatisierte Entscheidungsprozesse sicherstellt.
Nach einer Live-Demonstration zur Entwicklung eines KI-Agenten erstellen die Teilnehmer ein agentisches Konzept für ihren eigenen Anwendungsfall und entwickeln ihr Projekt gezielt weiter.
Modul 7 – Automatisierung und Workflow-Design - 3. Dez.
Von No-Code-Plattformen bis hin zur codebasierten Entwicklung: In diesem Modul wird ein realer Geschäftsprozess live sowohl mit make.com als auch mit n8n umgesetzt.
Anschließend zeigen wir, welche zusätzlichen Möglichkeiten codebasierte KI-Entwicklungsumgebungen wie Claude Code bieten, wenn Standardlösungen an ihre Grenzen stoßen.
Die Teilnehmer entwickeln darauf aufbauend ihr eigenes Workflow-Konzept für den ausgewählten Unternehmensprozess und bereiten sich gezielt auf die Abschlussprüfung sowie die Präsentation ihres Projekts vor.
Modul 8 – Abschlussprüfung und Projektpräsentation - 10. Dez.
Zum Abschluss der Qualifizierung weisen die Teilnehmer ihre erworbenen Kenntnisse im Rahmen einer Prüfung nach und präsentieren ihr während der gesamten Qualifizierung entwickeltes KI-Einführungsprojekt.
Die Abschlusspräsentation umfasst unter anderem:
• die Analyse des KI-Reifegrads des eigenen Unternehmens,
• den ausgewählten Geschäftsprozess,
• die entwickelte KI-Strategie,
• das Konzept für einen KI-Agenten
• sowie den geplanten Automatisierungs-Workflow.
Die Präsentationen werden gemeinsam mit der Gruppe sowie den Dozenten ausgewertet und durch fundiertes fachliches Feedback ergänzt.
Weitere Informationen
Unterrichtssprache: Ungarisch
Ort: Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer, 1024 Budapest, Lövőház u. 30. / MS Teams
Anmeldeschluss: 15. Oktober
Frühbucherfrist: 24. September
Ablauf: 8 Module mit Präsenzveranstaltungen (8 Stunden / Modul)
Zertifikat: Teilnehmer, die an mindestens 90 % der Unterrichtsstunden teilnehmen, erhalten ein Zertifikat, das im Erwachsenenbildungs-Datensystem ausgestellt wird. Das Zertifikat bestätigt keine Berufsqualifikation und berechtigt nicht zur Ausübung eines bestimmten Berufs.
Teilnahmegebühr und Ermäßigungen
Sie können gleichzeitig max. zwei Ermäßigungen in Anspruch nehmen. Die zwei Ermäßigungen werden addiert, so können sie sogar -20% erreichen!
- 10% DUIHK-Ermäßigung: für die Mitgliedsunternehmen der DUIHK
- 10% quantitative Ermäßigung: im Falle von mindestens 2 Anmeldungen von einem
Unternehmenn - 10% Ermäßigung: für Unternehmen, die sich bis 24. September 2026 anmelden
Teilnahmegebühr: 985.000 HUF + MwSt. / Person
Die Teilnahmegebühr der Qualifizierung beinhaltet keine Abonnements für die vorgestellten KI-Plattformen.
Die Teilnahmegebühr (inkl. Ermäßigungen) wird in einem Betrag am ersten Trainingstag in Rechnung gestellt.